Hessischer Fleischrindertag in Alsfeld

Bericht Franziska Groll, Bilder H. Schulte


Traditionell heißt es für die hessischen Züchter am letzten Wochenende im Januar „auf nach Alsfeld“ denn hier veranstaltet die ZBH die jährliche Landesschau in der Hessenhalle. Aufgrund der stetig steigenden Teilnehmerzahlen, gibt es inzwischen für jeden Betrieb ein Limit an Schautieren, das nicht überschritten werden darf. Umso schöner ist es zu sehen, dass trotzdem eine große Beteiligung herrscht!
Das Amt des Richters hatte in diesem Jahr Dr. Walter Reulecke vom Fleischrinder-Zuchtverband Schleswig-Holstein und Hamburg (FRZ) und durfte die 17 ausgestelten Tiere in vier Klassen richten.

Los ging es traditionell schon am frühen Vormittag mit den beiden Klassen der Färsen, die ein Alter von ein bis zwei Jahren hatten. In der ersten Klasse setzte sich Krönchen von Norbert Noll, Wetter an die Spitze. Eine großrahmige Färse mit viel Ausstrahlung und sehr gut entwickelt. Ihr folgte dann Steffi vom Burgwald aus dem Betrieb Harald Battefeld, Wiesenfeld - ebenfalls sehr typvoll und mit gutem Fleischansatz. In der zweiten Klasse konnte Helona vom Bechtelsberg der Kraft GbR aus Ottrau bestechen. Mit einer enormen Entwicklung setzte sie sich klar vor die Zweitplatzierte. Diese war, eine schicke black-belted Färse und gute Vertreterin ihrer Rasse vom Betrieb Michael Faust, Schlangenbad. In der Endauswahl konnte sich dann Krönchen gegen die Konkurrenz behaupten, der Titel der Reservesiegerin ging an Helona.

Später gingen dann die vier Kühe mit Kalb in den Ring und es wurde nicht leichter für Dr. Reulecke, denn hier konnte man vier sehr unterschiedliche Typen sehen, alle in ihrer Art schön und teils schon älteren und gut entwickelten Kälbern. Der Reservesieg ging hier an die black-belted Kuh Südtondern`s Lena mit ihrem kräftigen Bullenkalb. Sie zeigte sich im mittleren Rahmen, gut bemuskelt und mit Ausstrahlung dem Publikum. Noch besser wusste jedoch an diesem Tag die knapp achtjährige Yvonn vom Bechtelsberg der Kraft GbR zu gefallen. Großrahmig, mit breitem Becken und viel Rassetyp zeigte sie alle wichtigen Merkmale einer Mutterkuh. Auch ihr Kuhkalb zeigte sich hervorragend und war gut entwickelt.

Am Mittag folgte dann die Klasse der Altbullen, die sich Richter und Publikum alle hervorragend präsentierten. Alle drei machten es Dr. Reulecke an diesem Tag nicht leicht, es lagen nur Nuancen zwischen den Tieren. Der knapp achteinhalb Jahre alte Klondyke Rocky vom Betrieb Kraft sicherte sich dann schließlich den Titel des Reservesiegers. Er zeigte sich sehr lang und typvoll. Der Titel des Siegerbullen ging an Tom Tom vom Betrieb Christian Huhn, Allendorf/Eder. Mit dreieinhalb Jahren war er der jüngste Bulle im Ring und überzeugte mit viel Ausstrahlung, Rassetyp und einem guten Skelett an diesem Tag.

Auch wenn im Bericht immer nur von den Siegertieren geschrieben wird soll an dieser Stelle Platz sein, sich bei allen Ausstellern zu bedanken. Ein Tier für eine Schau vorzubereiten, auszustellen und vor Ort für den Ring fertig zu machen ist viel Arbeit. Eine Schau lebt von ihren Ausstellern und es ist toll, dass trotz der schwierigen Wetterbedingungen so viele Aussteller den Weg in die Hessenhalle gefunden haben.

Rangierliste

Bilder von H. Schulte

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