Hervorragende Galloways in Hochheim von Dr. E. Heinz

 

Jungtierschau des Bundesverbandes Deutscher Gallowayzüchter setzt Akzente!

 

Anlässlich des Hochheimer Marktes fand auch in diesem Jahr wieder die inzwischen schon traditionelle Präsentation von Jungbullen und Färsen der Gallowayzüchter anlässlich einer bundesweit offenen Jungtierschau statt. Das erste Novemberwochenende, mit dem weit über die Grenzen hinaus bekannten und beliebten Hochheimer Markt, ist seit vielen Jahren ein Treffpunkt für Jung und Alt. Die Tierschau mit dem Schwerpunkt Galloway, bei der daneben auch Tiere der Rassen Rotes Höhenvieh, Fleisch-Fleckvieh und Limousin sowie diverse Schaf- und Ziegenrassen gezeigt wurden, bot wiederum ein beeindruckendes Bild der liebenswerten Gallowayrasse.

Da der Strukturwandel in der Landwirtschaft mit einem Rückgang der Betriebe und Tierzahlen natürlich auch an Hochheim nicht spurlos vorüber gegangen ist und die in früheren Jahren auf dem Schaugelände immer zahlreich vertretenen Zweinutzungsrassen aus diversen Gründen nicht mehr zur Schau vorgestellt werden können, war es vor einigen Jahren die richtige Entscheidung der aktiven Gallowayzüchter, unter Federführung von Arno Molter, eine Jungtierschau in Hochheim zu etablieren.

Mit jährlich steigenden Auftriebszahlen hat sich die Galloway-Jungtierschau inzwischen zu einem Anziehungspunkt, nicht nur für Züchter und Landwirte, sondern auch für viele Besucher des Krammarktes und der sonstigen Aktivitäten des Hochheimer Marktes entwickelt.

Selbst das in diesem Jahr auf Grund von städtischen Baumaßnahmen neu konzipierte Ausstellungsgelände fand den Zuspruch der vielen Besucherinnen und Besucher und der Schauring war schon zu Beginn des Richtwettbewerbes umlagert. Natürlich trugen auch die diversen Stände, darunter der viel beachtete Informations- und Verkaufsstand des Bundesverbandes Deutscher Gallowayzüchter, hierzu bei.

Nachdem die Schau offiziell von Herrn Bürgermeister Dirk Westedt und Amtsleiter Dr. Bretschneider-Hermann eröffnet worden war, übernahm Dr. Erhard Heinz die Gesamtmoderation der Veranstaltung. Der ehemalige Zuchtleiter der hessischen Fleischrinderzüchter kommentierte das Geschehen im Ring und informierte die Besucher in gewohnt souveräner Weise über alle interessanten und wichtigen Aspekte rund um das Gallowayrind.

Als Richter hatten die Organisatoren in diesem Jahr den bekannten Gallowayzüchter Jan Fengels aus Hamminkeln (Westfalen) gewinnen können, der mit der Ringassistentin, Frau Birgit Meinhardt, die insgesamt 3 Bullenringe und 10 Färsenringe gekonnt und nachvollziehbar richtete. Die Bilder zur Schau sind in der Fotogalerie einsehbar.

Jan Fengels stellte die in der nachfolgenden Tabelle aufgeführten Ia und Siegertiere der einzelnen Klassen heraus:

Bullenklassen:

 

 

Besitzer

I.

Johnny vom Ederbergland

Christian Huhn, Allendorf

II.

Filou vom Ederbergland

Christian Huhn, Allendorf

III.

Titan vom Bechtelsberg

Horst Kraft, Ottrau

 

Färsenklassen:

 

 

Besitzer

I.

Steffi vom Burgwald

Harald Battefeld, Burgwald

II.

Ivanna vom Burgwald

Harald Battefeld, Burgwald

III.

Molly Wispertal Galloways

Arno Molter, Heidenrod

IV.

Udessa-Lady Wispertal Galloways

Arno Molter. Heidenrod

V.

Anouk Wipertal Galloways

Arno Molter, Heidenrod

VI.

Aloa vom Bechtelsberg

Horst Kraft, Ottrau

VII:

Yerba vom Bechtelsberg

Horst Kraft, Ottrau

VIII.

Klare vom Bechtelsberg

Horst Kraft, Ottrau

IX.

Karola

H.-W. Schmerfeld, Bebra

X.

Isla von Buchenau

Johannes Bock, Eiterfeld

Nach dem Richten der Einzelklassen und vor der endgültigen Auswahl der Sieger und Reservesiegertiere der drei Bullen- und zehn Färsenklassen fand der viel beachtete Wettbewerb der Jungzüchterinnen und Jungzüchter statt. Hierbei stellten sich dem Urteil der bekannten Gallowayzüchterin Anna Knauff (Eiterfeld-Buchenau), die bereits bei diversen Jungzüchterwettbewerben auf Landes- und Bundesebene mit Galloways erfolgreich war, vier junge Leute mit ihren Jungtieren dem Richterurteil.

Anna Knauff stellte als Siegerin die 15-jährige Anna-Maria Würtz aus Schotten-Eichelsachsen heraus, die in kleinen Nuancen die etwas bessere Vorführleistung gegenüber ihren drei Mitbewerbern (Philipp Schneider aus Breidenbach, Cathleen Battefeld aus Burgwald und Ihrer eigenen Schwester Antonia) zeigte. Strahlend und unter großem Beifall der Zuschauer wurde ihr der Siegerpokal überreicht. Aber auch die drei übrigen Jungzüchter wurden für Ihre Leistungen mit Pokalen ausgezeichnet.

Als weiterer Schauhöhepunkt war der züchterische Blick der Besucher gefragt. Während des Richtwettbewerbes hatten alle Zuschauer die Möglichkeit, aus allen aufgetriebenen weiblichen Tieren die „Miss Hochheim“ auszuwählen. Für den Gewinner hatten die Gallowayzüchter ein Fleischpaket ausgelobt. Über 90 Rückmeldungen lagen der Schauleitung vor und jeder wartete nunmehr ganz gespannt auf die Auswertung und Proklamation des Siegertieres. Nach Auszählung der abgegebenen Stimmen verkündete Dr. Heinz die Siegerin und damit die Miss Hochheim 2015: Unter dem Applaus der Besucher führte Franziska Huhn die am 06.02.2015 geborene schicke Färse Amelie vom Ederbergland in den Ring, die von Herrn Bürgermeister Dirk Westedt und Herrn Landrat Michael Cyriax mit der Siegerschärpe ausgezeichnet wurde.

Als letzte und wichtigste Entscheidung der diesjährigen Galloway-Jungtierschau folgte nunmehr als Höhepunkt die Auswahl der Sieger- und Reservesiegertiere.

Bei den Jungbullen war an diesem Tag dem sehr harmonischen und mit hervorragender Bemuskelung vorgestellten "Titan vom Bechtelsberg" von Horst Kraft der Siegerpreis nicht zu nehmen. Als Reservesieger wurde der bestens entwickelte und mit gutem Bewegungsablauf ausgestattete "Johnny vom Ederbergland" aus dem Bestand von Christian Huhn herausgestellt.

Die Entscheidung bei den Färsen war deutlich schwieriger. Zwar lagen zwischen dem jüngsten und ältesten Tier altersmäßig knapp 20 Monate, allerdings waren die besten der zehn Ia-Tiere doch typ- und rassemässig sehr eng beieinander.

Jan Fengels hatte sicherlich bei dieser letzten Entscheidung keine leichte und beneidenswerte Aufgabe.

Nach genauem Betrachten der Tiere in der Bewegung und unter Beachtung der im Zuchtziel der Rasse vorgegebenen Punkte stellte er als Siegerfärse die sehr typvolle und elegante "Yerba vom Bechtelsberg" des BDG-Vorsitzenden Horst Kraft aus Ottrau heraus.

Reservesiegerin wurde die elegante "Isla von Buchenau" von Johannes Bock.

Zum Abschluss der Schau bedankte sich der Bürgermeister der Stadt Hochheim noch einmal bei allen Züchterinnen und Züchtern sowie den für die Organisation vor Ort Verantwortlichen für den erfolgreichen Ablauf der Veranstaltung und lud alle Beteiligten mit seinem Schlusswort: „Nach der Schau ist vor der Schau“ bereits für 2016 nach Hochheim ein.

Die rundum gelungene Galloway-Jungtierschau 2015 in Hochheim dürfte allen Beschickern, aber auch den vielen Besuchern nicht nur wegen der ungewöhnlich warmen Temperaturen sondern vor allen Dingen wegen der beeindruckenden Qualität der ausgestellten Tiere noch lange in Erinnerung bleiben.

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