Mitgliederversammlung der IgGz mit Herdenbesichtigung bei Ilona und Wilfried Hoffmann in Ringgau

Auch wenn der Weg Richtung Osten für viele Mitglieder und Gallowayfreunde weit war, so war die Mitgliederversammlung, zu der die IgGz und die Zucht- und Besamungsunion Hessen eingeladen hatte, gut besucht. Zu Beginn hörten die Mitglieder weitreichende Informationen von Jost Grünhaupt (LLH Kassel):

"Der züchterische Standard der hessischen Galloways wurde auch im Rahmen der Berichte deutlich, denn mehrere sehr erfolgreiche Gallowaybullen, die bundesweit ein beachtliches Renommee vorweisen, stehen in hessischen Betrieben und nehmen in den Top-Listen vordere Plätze ein. Gleiches gilt für die Kühe: Hier erfüllt eine enorme Zahl die hochgesteckten Bedingungen für die Veröffentlichung auf nationaler Ebene. Dieser Standard wurde auch immer wieder bei den züchterischen Veranstaltungen auf Bundesebene mit besonderer Deutlichkeit unterstrichen.

Bei der Weiterentwicklung der gesamten Gallowayzucht steht aktuell die Anpassung der bisher geltenden Regelung für die Eintragung in das Vorbuch an. Das Angebot der deutschen Gallowayzucht ist längst auf dem dafür notwendigen Stand, so dass weitere Aufnahmen in die besondere Abteilung des Vorbuches nicht mehr notwendig sind. Gleichzeitig werden dadurch die Exportchancen, besonders in osteuropäische Länder, noch einmal verbessert. Mehrfach wurden bereits diese Regionen beliefert, bei denen größere Flächen extensiven Grünlandes vorhanden sind, die mit Gallowaytieren hervorragend genutzt werden können.

Nicht nur für den Zuchtviehmarkt, sondern auch für Veranstaltungen wie Schauen warten die Gallowayzüchter darauf, dass Hessen den § 10 Status bei der BHV1-Regelung bekommt, damit die in den letzten Jahren aufgetretenen Hemmnisse beim Transport nach Süd- oder Ostdeutschland abgebaut werden können. Damit einher geht auch die Planung der Beteiligung der Rasse Galloway bei dem Färsenchampionat „Best Of“ 2016 in Groß Kreutz. Spitzentiere aus den hessischen Gallowayzuchtbetrieben waren nicht nur dieses Jahr bei der Galloway Open oder der vom BDG unterstützten Schau in Lauterbach zu sehen, sondern werden auch bei den kommenden Terminen in Battenfeld und Hochheim ausgestellt werden." (Auszug aus Hessenbauer Nr. 40, aus dem Artikel "Galloways im Vollerwerb" von Jost Grünhaupt.)

Der Vorsitzende der IgGz, Johannes Bock, gab einen Rückblick auf die vergangenen Veranstaltungen. Weitere Themen waren Neues aus der Vorstandsarbeit, insbesondere im Hinblick auf die Homepage und der damit verbundenen Möglichkeiten in Bezug auf Werbung und die Beschaffung von neuen Werbemitteln. Niklas Sölzer berichtete über die aktuelle Jungzüchterarbeit und die Teilnahme an dem Bundesjungzüchterwettbewerb im August in Straubing. Da der Vorsitzende des Bundesverbandes der Gallowayzüchter, Horst Kraft, verhindert war, informierte in Stellvertretung Johannes Bock über Neuigkeiten und stellte eine neue Broschüre des BDG’s vor, die verschiedene Rezepte von Galloway-Burgern beinhaltet. Weiterhin gab es Bilder und einen kurzen Reisebericht von der Fahrt des BDG nach Schottland im August diesen Jahres. Die Tagesordnung der Mitgliederversammlung kann hier eingesehen werden.

Nach dem Mittagessen startete dann die Betriebsbesichtigung.

 

Galloways auf dem Ringgau (von Jost Grünhaupt)

"Nach Ablauf der Pacht des Ackerbaubetriebes in Thüringen entwickelten Wilfried und Ilona Hoffmann aus Renda ihren heimischen Betrieb weiter und stellten auf ökologischen Landbau mit 100 % Grünland um. Da hier ein Mindestbesatz an GV notwendig ist, stand die Frage nach der dafür passenden Tierart im Vordergrund. Nach entsprechender Beratung wurden die ersten Gallowaytiere angekauft, da die extensive Grünlandnutzung klar im Vordergrund steht.

Die für die Unterbringung der Herde im Winter notwendigen Offenställe wurden Zug um Zug errichtet, so dass Wilfried und Ilona Hoffmann sowohl ihre Galloways als auch die Kreuzungsherde Limousin x Fleckvieh komplett unterbringen können. Bei der Besichtigung der Herden wurde schnell deutlich, dass beim Herdenaufbau auf überdurchschnittliche Qualität geachtet wurde und im Besonderen der Herdenbulle Pajero nicht nur selbst einen hervorragenden Eindruck hinterließ, sondern auch der aktuelle Kälberjahrgang, der von ihm abstammt, absolut überzeugt. Damit ist auf dem Betrieb Hoffmann in Renda eine hervorragende Basis für die Weiterentwicklung der Gallowayzucht geschaffen worden, die sicher bei zukünftigen Veranstaltungen mit Erfolg präsentiert werden wird."

Die Bildergalerie gibt entsprechende Eindrücke wieder!

Zum Ende der Betriebsbesichtigung wurden alle Mitglieder und Gallowayfreunde von Familie Hoffmann zum Kaffee eingeladen. Es gab köstliche Sahnetorten und auch Herzhaftes zum Essen.

Der Familie Hoffmann sei ein großes Dankeschön gesagt, für die viele Mühe und Arbeit, die sie sich gemacht haben, damit die Veranstaltung ein toller Erfolg wurde!

 

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