Hessischer Fleischrindertag 2018

Wie in jedem Jahr fand auch der diesjährige Fleischrindertag wieder am letzten Januar-Wochenende statt. Neu war jedoch die Veranstaltungsleitung, denn erstmals war Qnetics, der Zusammenschluss aus ZBH (Hessen) und LTR (Thüringen) Ausrichter der Landesschau. Rund 90 Aussteller aus beiden Bundesländern mit 14 Fleischrinderrassen von Angus bis Zwergzebu waren am Start.
 
Die Gallowayzüchter nahmen mit 3 Bullen, 5 Kühen mit Kalb sowie 6 Jungrindern teil. Bei den Körbullen war unsere Rasse mit 5 Tieren vertreten. Bereits am Freitag fand die Körung statt. Körsieger wurde hier der Bulle „Wendt“ (8/8/7) aus der Zucht und im Besitz von Michael Ernst, Burgwald. Weitere Körbullen kamen aus den Zuchtbetrieben Stefan Horn (Bad Wildungen), Arno Molter (Heidenrod) sowie von der Kraft GbR (Ottrau).
 
Nach dem traditionellen Züchterabend am Freitag, ging es am Samstag mit der Schau in der Hessenhalle los. Preisrichter in diesem Jahr waren Friedrich Averbeck (Niedersachsen) für die Intensivrassen, sowie Dr. Sabine Schmidt (Mecklenburg-Vorpommern), die die Extensivrassen und somit auch die Galloways richtete.
 
Den Sieg bei den Galloway-Jungrindern konnte die schicke „Promoter“-Tochter „Quinci“ von Norbert Noll, Treisbach für sich verbuchen. 1 b platziert war hier „Lola“, eine „Xpedia“-Tochter aus der Zucht von Harald Battefeld, Wiesenfeld. Weitere typvolle Jungrinder kamen aus den Betrieben Kraft GbR (Ottrau), Judith Bock (Buchenau) und Michael Faust (Wambach).
 
Den Sieg bei den Kühen mit Kalb bei Fuß ging an „Lorette“ von der Kraft GbR (Ottrau), eine „Edward“-Tochter. Knapp dahinter auf 1b konnte sich „Quarta“, eine „Hamlet“-Tochter von Norbert Noll (Treisbach) platzieren. Die Zuchtbetriebe Judith Bock (Buchenau), Manfred Möller (Oberweimar) und Andreas Würtz (Eichelsachsen) stellten weitere hervorragende Gallowaykühe vor.
 
Die Klasse der Gallowaybullen dominierte schließlich der „Hamlet“-Sohn „Herold“ von der Kraft GbR, Ottrau. Auf den Plätzen folgten „Diabolo“ von „Dynamite“ (Manfred Möller, Oberweimar) sowie „Lennie“ aus „Highland“ von Christian Huhn, Allendorf/Eder.

„Herold“ nahm schließlich noch an der Endausscheidung zum Hessen-Champion 2018 teil, musste aber dem überragenden Angus-Bullen „Emil“ den Vortritt lassen.
 
Bleibt zum Abschluss allen Teilnehmern ein herzliches Dankeschön zu sagen, verbunden mit der Hoffnung, dass man im kommenden Jahr bei dieser überregional bedeutenden Schau wieder mehr Galloways sieht. Denn gerade einmal 11 Beschicker mit 19 Tieren (incl. Körbullen) in 3 Farbschlägen stellt kein repräsentatives Schaufenster der hessischen Gallowayzucht dar.

Bilder von H. Schulte

Zum Seitenanfang